Unsere Vision

Wir glauben an die Weitergabe von Privilegien und erkennen dies als unsere Verantwortung in einer Welt wachsender Ungleichheiten an. Wir verstehen, dass Menschen, die zur Migration gezwungen sind und aus ihrer Heimat vertrieben werden, keine Schuld an dem tragen, was sie durchmachen. Diese Gruppe von Menschen sieht sich oft Stigmatisierung, Informationsmangel und Diskriminierung durch deutsche und europäische Behörden ausgesetzt. Seit unserem Aufruf Ende Februar 2022 haben wir unser Bestes getan, um unsere Solidarität wie einem Freund, einem Familienmitglied, einem Gast anzubieten. Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut, um allen Beteiligten den Aufenthalt so angenehm und willkommend wie möglich zu gestalten.

Bridges over Borders ist eng mit verschiedenen Akteuren in der Berliner Kulturszene und darüber hinaus verbunden, und wir könnten nicht dankbarer sein für die Unterstützung, die wir bisher durch diese Netzwerke erhalten haben. Ohne die Großzügigkeit der Kunstwelt, die Kontakte zur Mode- und Musikindustrie sowie zu diversen Medien, hätten wir in der kurzen Zeit, die uns zur Verfügung stand, nicht so viel erreichen können. Wir sehen dies als eine große Chance, kulturelle Räume zu politisieren, die zu oft gleichgültig oder unbewusst gegenüber den Fragen der Migrantengerechtigkeit sind.

Angesichts der Entwicklungen in der globalen Geopolitik und des Klimawandels/ökologischen Zusammenbruchs ist uns klar, dass die Flüchtlingsbewegung in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen wird.

Unsere Arbeit zielt darauf ab, die Kluft zwischen den Schwierigkeiten der Menschen, die in Berlin und Deutschland Zuflucht suchen, und den bestehenden und möglichen Unterstützungsstrukturen öffentlicher und privater Institutionen zu überbrücken, um eine gerechtere, vernünftigere und einladendere Mentalität in unserer Stadt zu schaffen.

Lasst uns Bridges over Borders bauen!